Warum verzichtet die CSS Versicherung auf die Alterungsrückstellungen und warum ist dies gut für die Versicherten?
Bei Tarifen, die ohne Alterungsrückstellungen kalkuliert sind, lässt sich die Steigerung anhand der altersabhängigen Beitragstabellen gut voraussehen. Tarife, die mit Alterungsrückstellung kalkuliert sind, sind für die Versicherten ebenfalls mit Beitragserhöhungen versehen, da die Höhe der Anpassung wesentlich schwieriger zu prognostizieren ist. Oft stellt sich im Nachhinein heraus, dass die gebildete Alterungsrückstellung zu gering war und aufgestockt werden muss – nicht selten sind dann zusätzliche Beitragserhöhungen von 20 Prozent und mehr erforderlich.
Für die Beitragsentwicklung generell spielt bei beiden Kalkulationsverfahren die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen eine große Rolle – dagegen helfen auch Alterungsrückstellungen nicht.
Welche Vorteile bietet der Verzicht auf Alterungsrückstellungen?
Diese Art der Kalkulation belastet den Versicherten nur mit den faktisch risikorelevanten Beiträgen, schützt hingegen vor Verlusten bei einem Versicherungswechsel oder im Falle der Kündigung. Statistisch gesehen, erreichen nur 25 Prozent der Versicherten ein Alter, bei dem sich Alterungsrückstellungen lohnen. Dreiviertel der Versicherungen werden bereits vor dem 65. Lebensjahr gekündigt. Die meist mehr als 50 Prozent höhere Prämie bei Alterungsrückstellungen wurde dann umsonst bezahlt. Der Versicherte hätte sich über mehrere Jahrzehnte mehr als die Hälfte seines Beitrags sparen können, wenn der Tarif ohne Alterungsrückstellung kalkuliert gewesen wäre.
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